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Astrodicticum Simplex

Astrodicticum Simplex

Das “Astrodicticum Simplex” ist ein altes astronomisches Gerät das Ende des 17. Jahrhunderts von Erhard Weigel in Jena (D) erfunden wurde. Es handelt sich dabei um einen Sternweiser: das war ein Himmelsglobus, bei dem es möglich war, einen kleinen Zeiger auf einen bestimmten Stern zu richten; gleichzeitig zeigte ein großer Zeiger die Position des Sterns am Himmel an. Damit war es für Ungeübte leichter, bestimmte Objekte aufzufinden. Ein “echtes” Astrodicticum Simplex hat bis heute nicht überlebt. Erhard Weigel war nicht nur Forscher, sondern vor allem auch Lehrer und hat sich immer sehr darum bemüht, Wissen zu vermitteln.

Diese Philosophie passt recht gut zur Philosophie des Blogs "Astrodicticum Simplex": Möglichst viele Menschen von und mit Wissenschaft begeistern ist ein wesentlicher Aspekt der Wissenschaft ist der heute leider viel zu oft vernachlässigt wird. Ein Wissenschaftler sollte nicht nur Forschung betreiben sondern mindestens genau so viel Augenmerk auf die Vermittlung dieses Wissens – an Studenten, aber auch generell die Öffentlichkeit – richten. Leider haben Lehre und Öffentlichkeitsarbeit an den Universitäten heute nicht mehr wirklich den Stellenwert, den sie eigentlich haben sollten.

Dieses Blog ist mein persönlicher Versuch, allen Leserinnen und Lesern zu vermitteln, warum die Wissenschaft im allgemeinen und die Astronomie im speziellen für mich so enorm faszinierend sind.

 

 

 

Freistetters Formelwelt

Bild: Wallpoper, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pure-mathematics-formul%C3%A6-blackboard.jpg

Freistetters Formelwelt ist eine wöchentliche Kolumne die ich für Spektrum.de schreibe (und die auch teilweise gedruckt in “Spektrum der Wissenschaft” erscheint. Darin tue ich das, was man ja angeblich bei der Vermittlung von Wissenschaft an die Öffentlichkeit nicht tun darf: Über Formeln reden! Aber mathematische Formeln sind eben nun mal die absolute Basis jeder Naturwissenschaft. Mathematik ist die Sprache der Natur und die Sprache, mit der wie die Natur verstehen können. Und Formeln sind wahnsinnig interessant – wenn man weiß, wozu sie gut sind!

Genau das möchte ich mit der Kolumne vermitteln: Dass weder die Mathematik noch die Formeln etwas sind, vor dem man Angst haben muss. Ganz im Gegenteil: Wer sich darauf einlässt, lernt eine neue Sprache kennen mit der sich die Welt auf eine ganz neue und fundamentale Art und Weise verstehen lässt. Man muss auch kein Mathematik-Genie sein, um meine Kolumne zu verstehen. Das bisschen an Mathematik an das man sich noch aus der Schule erinnern kann reicht aus, um sich auf eine Reise in die “Formelwelt” zu begeben.

 

 

 

Hier irrte die Wissenschaft

“Hier irrte die Wissenschaft”  ist ein Blog der im Online-Standard erscheint.

In der Schule, den meisten Lehrbüchern und oft auch auf der Universität werden die Irrtümer, Fehlschläge und Zufälle auf dem Weg zu wissenschaftlicher Erkenntnis unterschlagen. Die Forschung wird als eine einzige Erfolgsgeschichte präsentiert, in der Entdeckung auf Entdeckung folgt. Die mühsamen Wege und Irrwege, die zu diesen Entdeckungen geführt haben, werden ignoriert. Das kann den Eindruck erzeugen, die Produktion absoluter und ewig bestehender Wahrheiten wäre Aufgabe, Ziel und Anspruch der Wissenschaft. Dann ist es nicht weit zum Vorurteil, dass die Wissenschaft “engstirnig” sei und “dogmatisch”; das sie keine widersprechende Meinungen zulassen und alles abtun würde, was dem Status Quo der Erkenntnis widerspreche. Die Realität der wissenschaftlichen Forschung könnte dagegen kaum ferner von diesen Vorurteilen sein. Sowohl wenn es um die Aufklärung in Sachen Esoterik und Pseudowissenschaft geht, als auch bei der Vermittlung echten Wissens: Die Beschäftigung mit den Fehlern und Irrtümer der Wissenschaft ist dabei von essenzieller Bedeutung.

“Hier irrte die Wissenschaft”  stellt quasi das Gegenstück zu “So ein Schmarrn” dar. Denn genau so wie man sich im Rahmen einer erfolgreichen Wissenschaftskommunikation mit dem beschäftigen muss, was so tut als wäre es Wissenschaft, in Wahrheit aber Esoterik/Pseudowissenschaft ist, muss man sich auch mit dem beschäftigen, was innerhalb der Wissenschaft nicht nach Plan läuft. Dabei geht es mir aber nicht unbedingt so sehr um echte Betrüger, Datenfälscher, Plagiatoren und ähnliches. Sondern um die wertvollen Irrtümer: Die Irrwege, die am Ende zwar nicht zu dem geplanten Ziel geführt haben, sondern ganz wo anders hin wo man ohne den Irrtum nie hingekommen wäre.

 

 

 

So ein Schmarrn (nicht mehr aktiv)

"So ein Schmarrn" ist ein Blog bei der österreichischen Tageszeitung "Der Standard". Es behandelt die verschiedensten Arten der Irrationalität, die unseren Alltag beeinflussen. Aber muss man wirklich über Esoterik und Pseudowissenschaft bloggen? Bekommt dieser Unsinn nicht eh schon genug Aufmerksamkeit? Ja, das tut er - und gerade deswegen sollte man sich damit beschäftigen; auch als Wissenschafter. Falsche Zurückhaltung angesichts angeblicher "Pfui-Themen" ist hier nicht angebracht. Wenn man Wissenschaft vermitteln will, dann kommt man nicht umhin, sich auch mit den Dingen zu beschäftigen, die so tun, als wären sie Wissenschaft, aber keine sind. Der "Schmarrn" ist überall da draußen und er wird nicht so einfach verschwinden.

 

 

 

Wissenschaft in Jena (inaktiv)

"Wissenschaft in Jena" ist ein Blog, das sich mit alter und neuer Wissenschaft in Jena beschäftigt. Die alte Universitätsstadt in Thüringen hat im Laufe ihrer Geschichte jede Menge wissenschaftliche Durchbrüche erlebt und auch heute findet dort an den unterschiedlichsten Forschungseinrichtung internationale Spitzenforschung statt. Das Blog kontrastiert alte mit neuer Forschung und gibt einen Überblick über die Vielfältig der Forschungslandschaft der Stadt an der Saale.

 

 

 

Fraunhofer Forschungsblog (inaktiv)

Das Fraunhofer Forschungsblog hat mehrere Aufgaben. Wie der Name schon andeutet, geht es hier nicht nur um Fraunhofer-Erfindungen, sondern um Forschung, wissenschaftliche Entdeckungen und Entwicklungen, die vielleicht irgendwann mal in Form von verschiedenen Technologien unseren Alltag bestimmen. Welche von den vielen neuen Entwicklungen wollen die Leute eigentlich wirklich haben? Was wünscht sich die Öffentlichkeit konkret von der Forschung? Und was sieht sie eher skeptisch? Das beste Mittel, um herauszufinden, was sich die Öffentlichkeit denkt, ist zu erklären, was so passiert und es dann zur Diskussion zu stellen

Dieses Blog soll aber auch allgemein neue technologische Möglichkeiten darstellen, und zeigen, wie Forschung funktioniert und wie faszinierend Technologie-Entwicklung ist und indem im Vorfeld von Forschung mitgewirkt werden kann.